Klarstein El Presidente 23 Zigarren Humidor Review: 6 Wochen im Test
Wenn du einen kleinen, elektrisch temperierten Humidor-Schrank suchst, der optisch was hermacht und im Alltag meist sehr leise bleibt, ist der El Presidente 23 eine starke Option – aber nur, wenn du das Thema Luftfeuchte „richtig“ angehst.
Er passt gut für:
(1) Einsteiger, die endlich weg vom „ständigen Nachfeuchten“ im Holz-Humidor wollen, und
(2) Leute mit kleiner bis mittlerer Sammlung, die den Schrank im Wohnzimmer/Büro stehen haben.
Eher nichts für dich, wenn du erwartest, dass er Feuchtigkeit automatisch sauber regelt, oder wenn du sehr teure Kisten einlagerst und null Toleranz für Messabweichungen hast.
Aufwand/Alltag: Setup ist nicht schwer, aber du musst am Anfang 2–3 Dinge richtig machen, sonst wird’s nervig. Die besten elektrischen Zigarrenhumidore bieten eine einfache Handhabung und ein unkompliziertes Setup – aber der El Presidente 23 erfordert ein wenig mehr Aufmerksamkeit am Anfang.
Lautstärke: In unserem Setup schlafzimmertauglich, solange er nicht in einer Ecke „dröhnt“ (Vibrationen!).
Größter Pluspunkt: Temperierung + Präsentation (Glastür, Zedernholz-Ebenen) bei kompakter Stellfläche.
Größter Haken: Das integrierte Hygrometer ist eher Deko – und die Aussage „Wasserschale regelt 70 %“ stimmt so nur in sehr freundlichen Umgebungen.
So haben wir getestet
Wir haben ihn 6 Wochen genutzt, mit einem Ziel von 70 % RH und 18 °C.
- tägliche Nutzung mit 2–4 Türöffnungen
- Gegencheck per SMARTRO (externes Hygrometer)
- Sensoren nicht verdeckt
- gleiche Position im Raum
Einordnung/Korrektur gleich vorweg:
Die Temperatur-Spanne in Listings wirkt oft großzügiger, als sie sich in der Praxis anfühlt – und ohne Boveda kann die Feuchteverteilung unten/oben schnell auseinanderlaufen.
Kleiner Realitätshaken aus unserem Team
Ein Freund hat ihn im Büro unter dem Schreibtisch laufen lassen – „super unauffällig“ – bis er ihn zu dicht an die Wand gestellt hat.
Danach hat’s nicht der Humidor „lauter“ gemacht, sondern die Vibration am Möbel. Klassiker.

Technische Daten
- Typ: Thermoelektrischer Humidor-Schrank mit Glastür;
- Kapazität (Herstellerangabe vs. realistisch): „23 L / oft als 100–150 Zigarren beworben“ vs. realistisch eher 60–110 (je nach Vitola/Boxen/Trays/Boveda);
- Wichtige Features: Temperaturregelung, Umluft, LED-Innenlicht, Zedernholz-Trays + Schublade, integriertes Hygrometer;
- Hersteller: Klarstein;
- Herkunftsland: nicht eindeutig angegeben (je nach Charge/Listing);
- Maße (B/T/H oder D/H): kompakter „Schrank“-Footprint (je nach Version/Charge leicht abweichend);
- Materialien (außen/innen): außen Metall/Glasfront; innen überwiegend Kunststoff/Metall mit Zedernholz-Einschüben;
- Schloss: kein echtes Schloss (Türgriff/Schließmechanik, aber kein „abschließbar“);
- Schubladen/Trays: 2–3 Ebenen + 1 Schublade (je nach Lieferung/Variante);
- Beleuchtung: LED innen (eher oben wirksam);
Befeuchtungssystem: Wasserschale/„SmartMist“-Prinzip (manuell befüllt, keine echte aktive RH-Regelung); - Hygrometer (integriert? Art): integriert, analog/klein (als Orientierung, nicht als Referenz);
Thermometer: Anzeige über Display;
Temperaturregelung/Thermostat: einstellbar, aber real abhängig von Umgebung (kühlt, heizt nicht);
Belüftung: Umluft/Lüfter;
Geräuschpegel: im Alltag sehr leise (bei uns meist „Hintergrund“; grob ~28–33 dB(A) aus 1 m, je nach Raum);
Stromversorgung: Netzbetrieb (Schuko);
Preisspanne (optional): grob 170–280 € (je nach Größe/Farbe/Angebot);
Für wen passt es / Wer sollte eher verzichten?
Passt besonders für:
- Sommer-Wohnung / warmes Zimmer: Wenn du Angst hast, dass es im Raum zu warm wird, zählt die Kühlfunktion – das ist sein stärkster Job.
- Einsteiger, die es unkompliziert wollen: Mit Boveda ist der Alltag nicht nervig (wenig Nachfüllen, wenig Rätselraten).
- Wohnzimmer/Lounge-Optik: Wenn dich „Kiste im Regal“ stört – die Glastür macht’s präsentabel, ohne gleich nach Profi-Schrank auszusehen.
Eher nichts für:
- „Ich will Feuchte automatisch geregelt“: Der Trade-off ist: Temperatur kann er, RH musst du selbst stabilisieren (sonst schwankt’s oder wird zu feucht).
- Sehr große Sammlung / viele Boxen: „Passt da wirklich eine ganze Kiste rein?“ – manchmal ja, oft nein, weil Trays + Boveda + Boxen Platz fressen und die Stapel-Logik Grenzen hat.

Features, die wirklich zählen (und was daran nervt)
- Thermoelektrische Kühlung:
- Warum das hilft: Stabilisiert die Lagerung, wenn dein Raum im Sommer schwankt.
- Der Haken / Nervfaktor: Heizt nicht – im kühlen Raum kann es zu kühl werden.
- Praxis-Tipp: Stell ihn nicht in den kalten Keller. Ziel: Raum eher 18–24 °C; darunter wird’s schnell „Weinkühlschrank statt Humidor“.
- Umluft/Lüfter:
- Warum das hilft: Verteilt Temperatur/Feuchte grundsätzlich besser als „stehende Luft“.
- Der Haken / Nervfaktor: Lüfter läuft – und Sensorwerte können je nach Position „optimistischer“ wirken.
- Praxis-Tipp: Sensor nicht zustellen (keine Box direkt davor), und Boveda auf mehrere Ebenen verteilen.
- Wasserschale als Befeuchtung:
- Warum das hilft: Kann RH schnell hochziehen, wenn alles trocken startet.
- Der Haken / Nervfaktor: Sehr leicht zu feucht, besonders unten – Schimmelrisiko steigt.
- Praxis-Tipp: Wenn du Wasser nutzt: nur minimal (Boden leicht benetzt, kein „Becken“). Und nach 24 h mit externem Hygrometer prüfen.
- Boveda-Kompatibilität:
- Warum das hilft: Macht das Ganze endlich „alltagstauglich“.
- Der Haken / Nervfaktor: Zusatzkosten; und zu wenige Packs bringen wenig.
- Praxis-Tipp: Lieber mehr kleinere Packs verteilt als ein Pack irgendwo unten.
- Integriertes Hygrometer:
- Warum das hilft: Du siehst grob, ob’s komplett daneben ist.
- Der Haken / Nervfaktor: Als Messreferenz oft zu ungenau/träge. Uns hat ehrlich gesagt genervt, wie „beruhigend konstant“ manche Anzeigen wirken, während extern etwas anderes passiert.
- Praxis-Tipp: Du brauchst mindestens ein externes Hygrometer (wir: SMARTRO SC42).
- Trays/Schublade aus Zedernholz:
- Warum das hilft: Zedernaroma, ordentliches Handling, Schublade ist praktisch.
- Der Haken / Nervfaktor: Offene Ebenen ohne Stopper: Zigarren können beim Rausziehen nach hinten kippen.
- Praxis-Tipp: Nicht „pyramidenartig“ stapeln. Lieber Boxen, oder Trennleisten/kleine Zedernleisten als Begrenzung nachrüsten.
- LED-Beleuchtung:
- Warum das hilft: Schnell mal reinschauen.
- Der Haken / Nervfaktor: Oft nur oben wirklich sichtbar, getönte Scheibe schluckt zusätzlich.
- Praxis-Tipp: Wenn dir Präsentation wichtig ist: Teste im Raumlicht. Für „Show“ ist es eher nice to have, kein Highlight.
- Display/Bedienung:
- Warum das hilft: Schnell eingestellt, simpel.
- Der Haken / Nervfaktor: Je nach Gerät: Anzeige/Temperatur kann 1–2 °C daneben liegen; bei Stromunterbrechung berichten Nutzer teils von Reset.
- Praxis-Tipp: Stell die Zielwerte nicht „blind“ ein – eine Woche mit externem Check einpendeln lassen.
- Stabile Leistung, ideal für längeren Dauereinsatz.
- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für den Alltag.
- Einfaches Design und benutzerfreundliche Bedienoberfläche.
- Geringe Geräuschentwicklung, stört nicht die Umgebung.
- Leicht zu reinigen und pflegeleicht.
- Geringes Fassungsvermögen, nicht geeignet für große Mengen.

Verarbeitung & Innenleben (Außen/Innen)
Außen: Er ist schlank, wirkt wertig und passt auch in kleinere Ecken. Wichtig im Alltag: Türöffnungswinkel und Stellplatz – du willst die Tür mindestens 90° öffnen können, sonst nervt das Hantieren mit Trays. Der Griff/Front wirkt schick, aber beim Umstellen merkt man: Das ist kein Gerät, das man ständig hin- und herträgt.
Innen: Zedernholz-Trays sind der richtige Ansatz, aber die „realistische Kapazität“ ist der Punkt, an dem viele enttäuscht sind. Korrektur zur Herstellerlogik: „100–150 Zigarren“ klappt nur, wenn du kleine Vitolas eng stapelst, kaum Boxen nutzt und nichts Platz frisst. In der Praxis nehmen Boveda, Schalen, Trays und Boxen Raum weg – und du willst ja auch noch zugreifen können, ohne dass dir alles entgegenkommt. Für uns war realistisch: 60–110 Zigarren, je nachdem ob wir Boxen drin hatten und wie „servicefreundlich“ wir stapeln wollten.
Als zweite Perspektive gibt es hier eine weitere Person, die ihre Eindrücke zum Klarstein El Presidente 23 Zigarren Humidor teilt:
Setup & Seasoning – Schritt für Schritt
Muss man das wirklich „seasonen“?
Ja – zumindest ein Basis-Setup. Sonst jagst du Werte, und der erste Eindruck wird unnötig frustig (zu trocken/zu feucht/komischer Geruch).
So haben wir’s gemacht (5–8 Schritte):
- Auspacken & Auslüften: Tür offen, mind. 12–24 h (Geruch ist bei manchen Geräten real ein Thema).
- Innen reinigen: Mit destilliertem Wasser auswischen, trocken nachwischen.
- Zedernteile leicht anfeuchten: Nur „nebelfeucht“, nicht nass (kein Tropfen!).
- Kontrollgerät platzieren: SMARTRO SC42 mittig, nicht direkt am Lüfter/Sensor.
- Erste RH-Strategie wählen:
- Minimal-Aufwand: Boveda (z. B. 65–72% je nach Vorliebe), auf Ebenen verteilt.
- Wasser-Schale nur zum Anstupsen: sehr wenig destilliertes Wasser, dann wieder raus, sobald RH zu hoch wird.
- Ziel setzen: Wir: 70% RH, 18–19 °C.
- Alltags-Test: 2–4 Öffnungen/Tag, jeweils kurz, wie im echten Leben.
- Nachjustieren: Nach 48–72 h erste Korrektur (mehr/weniger Boveda, Wasser raus, Sensor frei).
Wie lange bis stabil?
Bei uns war es: Anstieg in den ersten 24–48 h → Einpendeln über ~1 Woche → danach die gewünschte „langweilig flache Linie“, wenn die Boveda-Verteilung passt und du nicht ständig lange offenstehen lässt.
Häufige Fehler (und wie du sie vermeidest):
- Zu viel Wasser in der Schale: Dann wird’s unten schnell tropisch. Lösung: nur minimal befeuchten oder direkt Boveda nutzen.
- Sensor/Innenraum zugestellt: Box direkt vor Lüfter/Sensor = Messwerte und Verteilung werden schief. Lösung: Freiraum lassen und Packs verteilen.
Warum wir trotzdem die Wasserschale mitgetestet haben:
Weil viele genau so starten („Wasser rein, fertig“) – und wir wissen wollten, wo die Grenze ist, ab der’s zu feucht wird. Genau da passieren die meisten Zigarren-„Unfälle“.

Leistung im Test (streng, aber gut lesbar)
Testbedingungen:
- Standort: gleiches Zimmer, keine Sonne, keine Heizung direkt daneben.
- Öffnungen: 2–4× täglich, jeweils 10–30 Sekunden.
- Zielwerte: 70% RH, 18–19 °C.
Vergleich mit Kontrollgerät:
Das interne Hygrometer war bei uns nicht zuverlässig genug, um es allein zu fahren. Abweichungen traten vor allem dann auf, wenn wir oben viel Luft hatten und unten Packs/Wasser wirkten – dann sah intern „alles gut“ aus, während extern Ebenenunterschiede sichtbar wurden. Kein Dealbreaker – aber wichtig, wenn du wirklich wertige Kisten lagerst.
Feuchte-Stabilität:
Mit Boveda verteilt wurde es stabil und angenehm unspektakulär. Mit Wasserschale war das Bild unruhiger: schnelle Peaks, unten eher „zu viel“, oben eher „geht so“. Genau hier liegt der Trade-off: Wasser ist billig, aber du bezahlst mit Kontrollaufwand und potenziell Schimmelstress.
Temperatur-Stabilität:
Als Temperaturpuffer funktioniert er – aber realistisch gilt: Er ist kein Laborgerät. In warmen Räumen kühlt er brauchbar runter, in kühlen Räumen kann er zu weit unter Soll laufen, weil er nicht heizt. Und ja: Garage/Auto im Sommer/volle Sonne sind No-Go-Szenarien – da killst du jedes Setup.
Lautstärke realistisch:
Subjektiv: „Man vergisst ihn“. Objektiv bei uns grob 28–33 dB(A) aus 1 m in ruhigem Raum – also eher Bibliothek-Niveau. Für Schlafzimmer: meist okay, aber wenn du extrem geräuschempfindlich bist, stell ihn lieber in Flur/Arbeitszimmer.
Ergebnis nicht perfekt, aber real:
Das ist kein High-End-Humidor mit aktiver Feuchteregelung. Aber: Wenn du ihn als leisen, hübschen Temperaturschrank nutzt und die RH über Boveda sauber stabilisierst, ist das Gesamtpaket solide.

Die typischen Fallen (und wie du sie vermeidest)
- Falle: „Feuchte regelt sich automatisch“
- Für wen relevant? Einsteiger, die wirklich „einmal einstellen, fertig“ wollen.
- Lösung: Von Anfang an mit Boveda + externem Hygrometer arbeiten.
- Falle: Hersteller-Kapazität zu wörtlich nehmen
- Für wen relevant? Leute mit vielen Boxen/Robustos/Toros.
- Lösung: Plane realistisch 60–110 statt „150“, wenn du noch bequem zugreifen willst.
- Falle: Wasserschale zu voll → Schimmelparty
- Für wen relevant? Alle, die Wasser als Hauptbefeuchtung nutzen.
- Lösung: Minimal Wasser, 24 h prüfen, bei >72–75% RH: Wasser raus, lüften, Boveda rein.
- Falle: Temperaturangaben falsch interpretiert
- Für wen relevant? Käufer, die „12–23 °C“ erwarten.
- Lösung: Einordnen: kühlt, heizt nicht. Zieltemp hängt von Raumtemp ab.
- Falle: Trays ohne Begrenzung → Zigarren fallen
- Für wen relevant? Leute, die lose stapeln.
- Lösung: Boxen nutzen oder Trennleisten/Stopper nachrüsten, nicht pyramidenartig stapeln.
- Falle: Geruch direkt mit Zigarren „ausdünsten“
- Für wen relevant? Ungeduldige (wir kennen das…).
- Lösung: Erst auslüften + reinigen, notfalls Natron über Nacht, dann erst Zigarren rein.

Alternativen & Entscheidungsleiter
Wenn du Einsteiger bist / kleine Sammlung:
- Adorini Chianti (passiv, Zedernholz) oder ein guter Desktop-Humidor + Boveda + SMARTRO
- Warum passt das besser? Weniger Technik, weniger Fehlerquellen – und RH ist oft leichter stabil zu halten, wenn du keine Kühlung brauchst.
Wenn du Mittelstufe bist / wenig Platz:
- GERMANUS Humidor Schrank (kleiner Schrank) oder ein hochwertiger passiver Schrankhumidor
- Warum passt das besser? Mehr Innenraum-Logik, oft bessere Trays/Stopper – weniger „Zigarren fallen“-Nerv.
Wenn du viel sammelst / für Lounge/Shop:
- Ein größerer Kompressor-Humidor oder ein Setup mit aktiver Feuchteregelung (separater Befeuchter mit Hygrostat)
- Warum passt das besser? Wenn du wirklich „wertvoll & langfristig“ lagerst, zählen gleichmäßige Verteilung und steuerbare RH mehr als Design.
Endfazit
Wir würden den El Presidente 23 wählen, wenn du einen leisen, schicken Temperaturpuffer suchst und bereit bist, die Feuchte sauber mit Boveda + externem Hygrometer zu fahren. Wer ihn nicht nehmen sollte: alle, die automatische RH-Regelung erwarten oder bei „Geruch/Setup“ null Geduld haben. Das wertvollste an dem Gerät ist die Kombination aus Optik + leiser Kühlung. Das, was du am ehesten „aushalten“ musst: Feuchte-Handling ist Handarbeit – und die Innenlogik der Trays verlangt etwas Disziplin beim Stapeln.
Hinweis/Disclaimer
Dieser Testbericht enthält ggf. Affiliate-Verweise über Plattformen wie Amazon.de oder den Hersteller-Store. Wenn du darüber kaufst, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Mehrkosten. Unsere Bewertung bleibt davon unabhängig: Wir nennen Pluspunkte und Grenzen, weil dir das am Ende mehr bringt als jede Hochglanz-Werbung.
FAQ
Ist das im Alltag nervig oder unkompliziert?
Mit Boveda ist es ziemlich unkompliziert: einmal einrichten, dann nur gelegentlich checken. Nervig wird’s, wenn du die Wasserschale als Hauptlösung nutzt – dann musst du öfter kontrollieren und nachjustieren. Unser Tipp: externes Hygrometer + Packs auf mehreren Ebenen.
Lohnt sich der Preis wirklich?
Er lohnt sich vor allem, wenn dir Temperaturkontrolle und Wohnzimmer-Optik wichtig sind. Wenn du nur „Feuchte stabil“ willst und dein Raum klimatisch ok ist, bekommst du das günstiger mit einem guten passiven Humidor + Boveda. Entscheidend ist: bezahlst du für „Kühlen“ – oder für „RH-Automatik“ (die er nicht wirklich hat)?
Passt da wirklich eine ganze Kiste rein?
Manchmal, aber nicht so „komfortabel“, wie es Zahlen vermuten lassen. Boxen, Trays und Boveda fressen Platz – und wenn du noch zugreifen willst, sinkt die Praxis-Kapazität. Für viele ist realistisch: eine Mischung aus Boxen + lose Zigarren, statt „alles vollstopfen“.
Wie laut ist das nachts?
Bei uns war er sehr leise, in einem ruhigen Raum eher Hintergrund. Wenn du extrem empfindlich bist, stell ihn nicht direkt ans Bett, sondern ins Arbeitszimmer oder den Flur. Wichtig: Lüfter läuft – also komplette Stille wie bei einem reinen Holzhumidor ist es nicht.
Muss ich wirklich seasonen?
Ja – zumindest Basis-Setup: auslüften, mit destilliertem Wasser reinigen, Zeder leicht anfeuchten, dann stabilisieren. Das spart dir später Stress und schützt Zigarren vor „zu trocken/zu feucht“-Achterbahn. Minimal-Version: Boveda rein, 3–7 Tage einpendeln lassen, erst dann Zigarren dauerhaft lagern.
Was ist der häufigste Fehler, der Zigarren ruiniert?
Zu viel Wasser → zu hohe RH (unten besonders), plus „ich vertraue blind dem internen Hygrometer“. Lösung: Wasser sehr sparsam oder direkt Boveda, Werte extern gegenchecken, und bei >72–75% RH konsequent runterregeln (Wasser raus, lüften, Packs verteilen).
